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Gute Deutschkenntnisse, schlechtes TestDaF-Ergebnis: Woran liegt das?

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Artikel DAF
5 Gründe für ein schlechtes Prüfungsergebnis

Warum reichen gute Deutschkenntnisse für ein erfolgreiches TestDaF-Ergebnis nicht aus?

Viele Teilnehmende, die sich bei uns auf den TestDaF vorbereiten, verfügen bereits über ziemlich gute Deutschkenntnisse. Einige haben Deutsch in ihrem Heimatland gelernt, andere erst im Ausland. Manche haben Sprachkurse besucht, andere haben mit einer Privatlehrkraft oder selbstständig gelernt.

Oft haben die Lernenden in dieser Phase das Gefühl, dass sie mit der deutschen Sprache keine größeren Probleme mehr haben. Erfolgreiche Gespräche im deutschsprachigen Alltag können diesen Eindruck noch verstärken. Deshalb betrachten viele den TestDaF als reine Formalität.

In der Praxis sieht es jedoch häufig anders aus.

Entscheidend ist auch, die Besonderheiten der Prüfung zu verstehen. Denn der TestDaF unterscheidet sich deutlich von Sprachprüfungen wie dem Goethe-Zertifikat, telc oder ÖSD. Er ist auf den akademischen Bereich ausgerichtet. Das bedeutet, dass Sie mit Wortschatz, Texten und Kommunikationssituationen arbeiten müssen, die für ein Studium an einer Universität typisch sind. Außerdem haben die Aufgaben im digitalen TestDaF ein besonderes Format und erfordern eine gezielte Vorbereitung.

In diesem Artikel stellen wir Ihnen fünf typische Schwierigkeiten vor, die Sie daran hindern können, beim TestDaF Ihr gewünschtes Ergebnis zu erreichen - selbst wenn Sie bereits gut Deutsch sprechen.

1. Besondere Aufgabentypen

Der digitale TestDaF zeichnet sich durch eine große Vielfalt an Aufgabentypen aus. Einige davon kommen in anderen internationalen Sprachprüfungen nicht vor. Deshalb können selbst Teilnehmende mit sehr guten Deutschkenntnissen auf unerwartete Schwierigkeiten stoßen.

Es reicht beispielsweise nicht aus, einen gelesenen Text oder gehörte Informationen gut zu verstehen. Sie müssen auch wissen, was bei einer bestimmten Aufgabe geprüft wird, wie Sie die Aufgabe richtig bearbeiten und worauf Sie besonders achten sollten.

Deshalb ist es wichtig, nicht nur Deutsch zu lernen, sondern auch unter Bedingungen zu üben, die der echten Prüfung möglichst nahekommen.

Auf unserer Website können Sie TestDaF digital-Probeprüfungen absolvieren. So lernen Sie die Aufgabenformate kennen, überprüfen Ihre Fähigkeiten und können besser einschätzen, wie gut Sie auf die echte Prüfung vorbereitet sind. Die Ergebnisse der Probeprüfung helfen Ihnen zu erkennen, welches TDN-Niveau Sie voraussichtlich erreichen können und woran Sie noch arbeiten sollten.

Nach den Erfahrungen unserer Kursteilnehmenden gehören die Probeprüfungen oft zu den hilfreichsten Bestandteilen der Vorbereitung.

2. Aufgaben falsch verstehen

Manchmal liegt das Problem gar nicht an den Deutschkenntnissen, sondern daran, dass die Teilnehmenden nicht richtig verstehen, was sie bei einer Aufgabe tun sollen.

Dazu möchten wir Ihnen ein Beispiel aus unserer Praxis vorstellen.

Einmal wandte sich ein Teilnehmer an uns, der beim digitalen TestDaF viermal hintereinander nicht das erforderliche Ergebnis im Prüfungsteil Lesen erreicht hatte. Er hatte bereits fast die Hoffnung verloren. Wegen der Bewerbungsfristen für die Universität blieb ihm nur noch ein letzter Versuch.

Er kaufte zunächst unseren Videokurs zur Prüfungsvorbereitung und anschließend eine Probeprüfung. Nach der Probeprüfung kontaktierte er sogar unseren Support, weil er vermutete, dass eine Aufgabe fehlerhaft sei.

Im Gespräch stellte sich heraus, dass er während seiner gesamten Vorbereitung - sowohl beim selbstständigen Lernen mit Lehrbüchern als auch in anderen Vorbereitungskursen - das Prinzip von Aufgabentyp 4 im Prüfungsteil Lesen falsch verstanden hatte.

Erst durch unseren Kurs verstand er, wie dieser Aufgabentyp richtig bearbeitet werden muss.

Bei seinem nächsten offiziellen TestDaF erreichte er im Prüfungsteil Lesen TDN 5 und schrieb uns anschließend eine dankbare Nachricht.

Über solche Ergebnisse freuen wir uns besonders. Sie zeigen, wie wichtig eine verständliche Erklärung und das rechtzeitige Erkennen eines Problems sein können.

Diese Geschichte zeigt außerdem, dass selbst intensives Üben nicht immer zum Erfolg führt, wenn man von Anfang an nicht richtig verstanden hat, wie eine Aufgabe funktioniert.

3. Strenge Zeitbegrenzungen

Bei den meisten internationalen Sprachprüfungen müssen die Teilnehmenden auf die Zeit achten. Beim digitalen TestDaF gilt jedoch eine besondere Regel: Die Bearbeitungszeit ist für jede einzelne Aufgabe festgelegt und nicht nur für den gesamten Prüfungsteil.

Das bedeutet, dass das System nach Ablauf der vorgegebenen Zeit automatisch zur nächsten Aufgabe wechselt, auch wenn Sie die vorherige noch nicht fertig bearbeitet haben.

Damit ist eine weitere Schwierigkeit verbunden: Sie können die Zeit nicht selbst zwischen leichteren und schwierigeren Aufgaben aufteilen und auch die Reihenfolge der Aufgaben nicht verändern.

Wenn Sie beispielsweise eine Aufgabe schneller erledigen, können Sie die gesparte Zeit nicht für die nächste Aufgabe nutzen. Und wenn eine Aufgabe schwieriger ist als erwartet, bekommen Sie dafür keine zusätzliche Zeit.

Deshalb ist es bei der Vorbereitung wichtig, nicht nur richtig, sondern auch schnell genug zu arbeiten.

Dabei helfen Ihnen unsere TestDaF digital-Probeprüfungen, in denen die Reihenfolge der Aufgaben und die Zeitbegrenzungen nachgebildet werden. Durch regelmäßiges Training gewöhnen Sie sich an das Prüfungstempo, lernen Ihre Fähigkeiten besser einzuschätzen und vermeiden Situationen, in denen Sie zwar die richtige Antwort kennen, aber keine Zeit mehr haben, sie einzugeben.

4. Ein ungewohntes Format der mündlichen Prüfung

Bei klassischen Sprachprüfungen sprechen Sie normalerweise mit einem Prüfungspartner oder einer prüfenden Person, also mit einem echten Menschen.

Sie können ein freundliches Lächeln sehen, auf die Aussagen Ihres Gesprächspartners reagieren, etwas genauer erklären oder nachfragen, wenn Sie eine Frage nicht verstanden haben.

Im Prüfungsteil Sprechen des digitalen TestDaF ist die Situation ganz anders.

Hier gibt es weder einen Prüfungspartner noch eine prüfende Person, mit der Sie direkt sprechen. Sie hören die Aufgaben über Kopfhörer und nehmen Ihre Antworten mit einem Mikrofon auf.

Sie müssen genau dann anfangen und aufhören zu sprechen, wenn das System das entsprechende Signal gibt. Wenn Sie normalerweise langsam sprechen, lange über Ihre Antworten nachdenken oder häufig Pausen machen, kann das zu einem ernsthaften Problem werden.

Außerdem beeinflusst Prüfungsstress häufig das Sprechtempo. Selbst jemand, der im Alltag fließend Deutsch spricht, kann vor dem Mikrofon nervös werden und es nicht schaffen, alle Gedanken rechtzeitig auszudrücken.

Dieses Format hat aber auch Vorteile:

  • Erstens hängt Ihr Ergebnis nicht von einem Prüfungspartner ab, der möglicherweise zu viel spricht, Sie unterbricht oder Ihre Aussagen falsch versteht.
  • Zweitens können Sie sich durch das feste Prüfungsformat gezielt auf genau die Fähigkeiten vorbereiten, die Sie in der Prüfung brauchen.

Auf unserer Website finden Sie einen Vorbereitungskurs für den Prüfungsteil Sprechen im digitalen TestDaF. Neben zahlreichen Übungsaufgaben enthält der Kurs hilfreiche Redemittel und Formulierungen, mit denen Sie Ihre Antworten schneller strukturieren und Ihre Gedanken sicherer ausdrücken können.

Wichtig ist dabei, diese Formulierungen nicht einfach nur auswendig zu lernen, sondern sie in unterschiedlichen Kommunikationssituationen passend einzusetzen.

Um Ihre Fähigkeiten zu überprüfen, können Sie außerdem unsere Probeprüfungen nutzen. Das individuelle Feedback einer erfahrenen Lehrkraft hilft Ihnen, Ihre Schwächen zu erkennen und gezielt daran zu arbeiten, bevor Sie die echte Prüfung ablegen.

5. Zusätzliche Erprobungsaufgaben

Eine weitere Besonderheit des digitalen TestDaF, die nicht allen Teilnehmenden bekannt ist, sind die sogenannten Erprobungsaufgaben.

In der echten Prüfung können Sie in einem der Prüfungsteile eine zusätzliche Aufgabe erhalten. Auf diese Weise testen die Prüfungsorganisatoren neue Aufgaben für zukünftige TestDaF-Prüfungen.

Diese Aufgaben haben keinen Einfluss auf Ihr Prüfungsergebnis. Allerdings gibt es eine Schwierigkeit: Während der Prüfung wissen Sie nicht, welche Aufgabe eine Erprobungsaufgabe ist.

Beispielsweise kann es passieren, dass Sie nach zwei Schreibaufgaben unerwartet eine dritte Aufgabe erhalten. Wenn Sie auf diese Möglichkeit nicht vorbereitet sind, kann Sie das verunsichern, zusätzlichen Stress auslösen oder sogar daran zweifeln lassen, ob Sie den Prüfungsablauf richtig verstanden haben.

Deshalb sollten Sie bereits vor der Prüfung wissen, dass solche zusätzlichen Aufgaben vorkommen können, und sich mental darauf vorbereiten.

Die beste Strategie besteht darin, jede Aufgabe so sorgfältig wie möglich zu bearbeiten, ohne darüber nachzudenken, ob sie bewertet wird oder nicht.

Fazit: Gut Deutsch zu können und auf den TestDaF vorbereitet zu sein, ist nicht dasselbe

Gute Deutschkenntnisse sind eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches TestDaF-Ergebnis. Allein garantieren sie jedoch noch nicht, dass Sie Ihr gewünschtes Ergebnis erreichen.

Sie können sich fließend mit Muttersprachlern unterhalten, anspruchsvolle Texte lesen und wissenschaftliche Vorlesungen verstehen und trotzdem Punkte verlieren, weil Sie Aufgabenstellungen falsch interpretieren, mit ungewohnten Aufgabenformaten Schwierigkeiten haben oder unter strengen Zeitbegrenzungen nicht effektiv arbeiten können.

Deshalb sollte die Vorbereitung auf den TestDaF aus zwei Bereichen bestehen: der Verbesserung Ihrer Sprachkenntnisse und dem gezielten Kennenlernen des Prüfungsformats.

Warten Sie nicht erst auf einen erfolglosen Prüfungsversuch, um Ihre Schwächen zu erkennen. Viel sinnvoller ist es, diese schon im Voraus herauszufinden - mithilfe von speziellen Vorbereitungskursen, Übungsaufgaben und Probeprüfungen.

Denn das Ziel der Vorbereitung besteht nicht nur darin, gut Deutsch zu können, sondern auch darin, Ihre Deutschkenntnisse unter den tatsächlichen TestDaF-Prüfungsbedingungen erfolgreich zu zeigen.

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